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Orgel
Mathis Orgelbau AG, Näfels (GL), 2003
Unterwerk C-a''' (11), Hauptwerk C-a''' (17), Positiv C-a''' (17), Schwellwerk C-a''' (17), Pedal C-f' (16) = 78 Register
Intonation: Hermann Mathis und Klaus Stengele Dispositionsentwurf und Beratung: Felix Pachlatko, Basler Münsterorganist; Rudolf Scheidegger, Organist am Zürcher Großmünster; und Christoph Linde Architektonische Gestaltung: Peter Märkli, dipl. Arch. ETH SIA, Zürich
Weitere Daten zur Disposition: PDF-Dokument
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Die neue Orgel hat etwa die Masse eines dreigeschossigen Wohnhauses. Bei ihrem Neubau war darauf zu achten, dass trotz dieses großen Volumens weder der Lichteinfall durch das Westfenster noch der Blick vom Hauptschiff auf die Westwand behindert werden. Ebenso ging es darum, das Raumerlebnis des Hauptschiffs bis zur Westwand zu erstrecken.
Um das Westfenster zur Geltung zu bringen, wurde die Orgelvolumetrie in der Mitte geteilt. Die verschiedenen Werke sind als Türme seitlich angeordnet und in zwei Reihen in die Tiefe gestaffelt. Dem Instrument vorgelagert ist ein feines Stabwerk aus Holz. Es wird gebildet aus einem horizontalen Stab über der Lettnerbrüstung und vier vertikalen Stäben, welche bis zum Gewölbe führen und mit Reliefs von Bildhauer Josephsohn versehen sind. Sie sind in der Farbe des rötlichen Steins des Lettnermasswerks gestrichen. Die feine Stabkonstruktion steht in reizvoller Spannung zum starken Orgelkörper. Zusammen mit dem Lettner bildet sie eine Art innere Fassade, welche der Orgel eine räumliche Situation gibt, ohne diesen Raumbereich vom Hauptschiff zu trennen.
Die spezielle Akustik des Basler Münsters war eine Herausforderung bei der Klangplanung. Als Baugedanke des Münsters ist heute noch die romanische Grundform erkennbar. Eine Besonderheit vieler romanischer Kirchen ist die relativ kurze Nachhallzeit und, bedingt durch die damaligen Konstruktionsmöglichkeiten, mehrere kleine Seitenschiffe, die kaum Reflexionsflächen bieten und dadurch Schallenergie absorbieren. Nebst diesen Merkmalen werden im Münster die hohen Frequenzen überdeutlich wahrgenommen, dies ein Charakteristikum des gotischen Überbaus mit seinen großen Fensterflächen und der harten Gewölbekonstruktion.
Das im Architekturwettbewerb erstrangierte Projekt des Architekten Peter Märkli bietet instrumentenbautechnisch optimale Voraussetzungen. Alle Trakturen, alle Verbindungen vom Interpreten zu den angesteuerten Tonventilen und Registerschleifen sind kurz gehalten, woraus eine leichtgängige, sensible Spielart resultiert. Der Orgelspieler, zwischen die beiden Haupttürme eingerückt, sitzt quasi im Orgelwerk und hat an den Tasten mittels der aufgehängten Trakturen direkten Kontakt mit den Tonventilen. Die einzelnen Teilwerke sind gesondert aufgestellt und haben, jedes für sich beste klangliche Abstrahlmöglichkeiten. Das Gehäuse in massiver Eiche (insgesamt sind 46,3 m3 Rohholz nur für dieses Gehäuse verarbeitet) bietet durch die geringe Tiefe der einzelnen Teilgehäuse ideale Reflexionsflächen, sodass die Klänge aller Teilwerke im ganzen Münster präsent sind.

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Information
Hauptfassade
Portalzone
Galluspforte
Glücksrad
Chorpartie
Kreuzgang
Niklauskapelle
Hauptschiff
Kanzel und Drachenmedaillon
Querschiff und Vierung
Chor u. Grabmal Königin Anna
Glasmalerei und Davidsstern
Krypta
Gebetskapelle
Erasmus-Epitaph
Vincentiustafel
Orgel
Türme |