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Das Heinrichsmünster

Dieser zweite grosse Dombau soll spätmittelalterlicher Überlieferung zufolge in Gegenwart des Kaisers Heinrich II und seiner Frau Kunigunde im Jahr 1019 von Bischof Adalbero (um 999 - 1025) geweiht worden sein. Das Kaiserpaar gilt auch als Stifter dieses Baus, der weitgehend auf den Fundamenten des Vorgängerbaus errichtet, jedoch gegen Osten erweitert wurde. Hinter der erhöhten querrechteckigen "Vierung" folgte über Stufen ein Vorjoch mit anschliessender halbrunder Apsis. Den Ausgrabungen von 1973/74 zufolge besass dieser Bau noch kein deutlich ausgebildetes Querhaus. Die Krypta vergrösserte sich ebenfalls nach Osten, wobei der Westteil der Hallenkrypta unter der "Vierung" fünfschiffig und der halbrund geschlossene Ostteil dreischiffig war. Möglicherweise besass bereits dieser Bau einen Chorumgang. Auf Westtürme wurde verzichtet, aber man kann über den östlichen Verlängerungen der Seitenschiffe je einen Turm annehmen. Im späten 11. Jh. - wahrscheinlich nach einem für 1085 überlieferten Brand - wurde ein Fassadenturm in der Verlängerung des nördlichen Seitenschiffes angefügt, dessen beide ersten Geschosse heute noch im Georgsturm erhalten sind. Zudem weisen Fundamentreste auf einen möglichen Westvorbau hin. Vom Fussboden der letzten Benützungsphase des ottonischen Innenraums ist ein Medaillonbild mit Drachen im Mittelschiff vor dem ehemaligen südlichen Abgang zur Krypta, überliefert.

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Vorgängerbauten
Haito-Münster
Heinrichsmünster
12. und 13. Jh.
14. und 15. Jh.
16. bis 18. Jh.
19. Jh.
20. Jh.