→ März/April 2017: Informationsabende «Fremde suchen Heimat – Meine Gemeinde und die weltweite Migration»

→ Januar/Februar 2017: Kurs «Im Schatten des Halbmonds – Christentum in der Islamischen Welt»

→ November/Dezember 2016: Gemeinsames Lesen – aus «Gemeinsames Leben»

→ November 2016: Familienformen im Wandel

→ Januar/Februar 2016: Der Koran als B(r)uch der Spätantike


Fremde suchen Heimat

Über den kirchlichen Tellerrand hinaus – Meine Gemeinde und die weltweite Migration

Drei Informationsabende der Münstergemeinde Basel

Zur Zeit beschäftigt die Schweiz und Europa kaum ein Thema mehr als die vielen Menschen, die – meist auf gefährlichen Wegen der Flucht – zu uns kommen. Menschen flüchten vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, aber auch vor Ungleichheit. Die Flucht ist ein globales Phänomen, die Welt ist in Bewegung. Wir haben uns anl Gemeinde gefragt, was die Gegenwart von Migrantinnen und Migranten für uns bedeutet und was sie von uns fordert. 

Die drei Abende gestalteten wir gemeinsam mit Betroffenen. Wir schufen einen Kontext, um Fremden begegnen zu können und sie willkommen zu heissen. Wie können wir als Einzelpersonen und in unseren Kirchgemeinden dazu einen Beitrag leisten?

 

16. März 2017, 1. Abend
Fremde und Heimat aus christlicher Perspektive
Unsere Wahrnehmung der Flüchtlingsfrage ist stark von den Medien geprägt. Ein Blick in die Bibel und in die Oekumene sowie persönliche Begegnungen verhalfen uns zu einer vertieften Wahrnehmung.

Referenten: David Field, Pfr. Dr. Daniel Frei und Gäste von Migrationskirchen: Marcio Diaz, Assembleia de Deus «Chamados para servir» und Suzanne Schild, Eglise Française

23. März 2017, 2. Abend
Die Flüchtlingsnot und die Schweizer Kirche: damals – und heute? 
Basierend auf der Studie von Heinrich Rusterholz blickten wir auf das Verhalten der Schweizer Kirche zur Not der jüdischen Flüchtlinge von 1937 bis 1945. Ist die heutige Situation mit der damaligen vergleichbar, und was lehrt uns die Geschichte?

Referent: Pfr. Dieter Zellweger, mit Feedback von Anat Weill, Projektleiterin CJP
Download Referat von Dieter Zellweger

6. April 2017, 3. Abend
Was wird getan und was können wir tun?
Nach einem Interview mit unserem Gast Fra. Mussie Zerai stellten Institutionen ihre Arbeit vor und vermittelten konkrete Möglichkeiten, sich für Menschen zu engagieren, die ihre Heimat verlassen mussten. 
Fra. Mussie Zerai kam selber als Flüchtling aus Eritrea nach Rom. Er wurde bekannt für seinen Einsatz für Bootsflüchtlinge in Seenot. 

Die folgenden Institutionen stellten sich am 6. April vor:

OeSA – Oekumenischer Seelsorgedienst für Asylsuchende
Herr Roland Luzi stellte den OeSA vor und hielt in seinen Ausführungen den Fokus darauf, was die Kirchgemeinden für die Flüchtlinge und Migranten tun können respektive wie wir zusammen mit den Flüchtlingen das Leben geteilt und gestaltet werden kann.

HEKS – Regionalstelle beider Basel
Herr Christian Plüss, Leiter der Regionalstelle beider Basel führt mit Caritas beider Basel zusammen die Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende und unterstützt Asylsuchende in der Wahrnehmung ihrer Rechte. Zudem fördert HEKS mit verschiedenen Projekten im Bereich Elternbildung, interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln sowie mit Familiengärten für Flüchtlinge die Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen in unsere Gesellschaft. In einzelnen Aufgaben arbeitet HEKS mit Freiwilligen zusammen (Beratung für Asylsuchende, Neue Gärten, Edulina, administrative und organisatorische Bereiche).

SRK – Schweizerisches Rotes Kreuz
Kantonalverbände Basel und Baselland, Frau Imma Mäder stellte folgende Projekte vor:
«Sprungbrett» und «SESAM» Die Arbeitsintegration wird subsidiär unterstützt durch Freiwillige, Methode des Mentoring. 
«Freizeitgotte/-götti» und «Mitten unter uns» Freizeitaktivitäten mit fremdsprachigen Kindern und Jugendlichen. 
«Eins zu Eins» und «Salute» Integration von Migranten durch Begleitung und Unterstützung im Alltag. Fokus: Deutschkonversation, Unterstützung bei Alltagsdingen, Wohnungssuche. 

«Basel hilft mit»
Frau Fabiola Bloch zeigte, wie «Basel hilft mit» unabhängig und wertfrei Geflüchtete in der Region Basel und Flüchtende an den Brennpunkten im Ausland unterstützt. Sie bieten die Hilfe, die tatsächlich gebraucht wird. 

Download Flyer

 


 

Im Schatten des Halbmonds 

Christentum in der islamischen Welt

Jeweils donnerstags, 19.30 bis 21.00 Uhr, Bischofshof, Münstersaal, Rittergasse1, 4051 Basel
26.1.17 / 2.2.17 / 9.2.17 /  16.2.17 /  23.2.17
Pfrn. Caroline Schröder Field und Jonathan Stutz, Assistent für Kirchengeschichte, Theologische Fakultät, Universität Basel
 
 
 
 

 

Fragestellungen

  • Wie werden angesichts gegenwärtiger Entwicklungen im Islam Kirchen herausgefordert?
  • Wie hat das Christentum unter Fremdherrschaft überlebt und sich entfalten können?
  • Wie verändert sich dadurch unser Dialog mit dem Islam?

Ziele

  • Unsere Glaubensgeschwister im Orient und in anderen muslimisch geprägten Ländern wahrnehmen bis hin zu möglichen Partnerschaften und Vernetzungen
  • Den Islam differenzierter wahrnehmen 

Toleranz 
Während die Beschäftigung mit dem Islam Hochkonjunktur hat, bleibt es schwer, die Geschichte und die Rolle des Christentums in der islamischen Welt einzuordnen. Dabei leben zwischen Westafrika und Indonesien Millionen von Christen aller unterschiedlichen Konfessionen. Dass sich in diesen Ländern überhaupt lebendige christliche Gemeinschaften erhalten konnten, ist letztlich auch dem Islam und seiner grundsätzlichen Toleranz gegenüber religiösen Minderheiten zu verdanken. Gleichzeitig weisen die vielen Schwierigkeiten und Existenznöte der heutigen christlichen Gemeinden auf die politische, kulturelle und auch theologische Krise des gegenwärtigen Islams hin. Die Auseinandersetzung mit dem Thema gestaltet sich also genauso facettenreich wie die Beschäftigung mit dem Islam.

Austausch
Einige dieser Facetten wurden an den geplanten fünf Abenden präsentiert oder diskutiert. Der einführende Vortrag (26. Januar) beschrieb die unterschiedlichen christlichen Kirchen, die in der islamischen Welt überhaupt anzutreffen sind. Hauptgewicht hatten dabei vor allem die verschiedenen Ostkirchen, die bereits vor der Ankunft des Islams entlang des Nils und der Seidenstrasse angesiedelt waren. Gerade die Entstehung des Korans kann daher als Ausdruck eines theologischen Dialoges verstanden werden, mit dem sich die entstehende muslimische Gemeinde den monotheistischen Religionen öffnete. Am folgenden Vortrag (2. Februar) tauchten wir in die Blütezeit der muslimischen Zivilisation ein, eine Zeit, die mit dem Übersetzen wissenschaftlicher Texte ins Arabische einherging und auch durch das Mitwirken christlicher Philosophen und Ärzte ermöglicht wurde.

Konkurrenz 
Mit den Kreuzzügen und mit der allmählichen Veränderung der politischen Landschaft verschlechtert sich auch die Situation der Christen, so dass das Christentum langsam aber kontinuierlich zu einer demographischen Minderheit wurde. Mit der frühen Neuzeit will sich hingegen beschäftigte sich der dritte Abend (9. Februar). Es ist die Zeit, in welcher europäische Gelehrte anfingen, sich mit dem Orient zu beschäftigen und somit auch auf die Hilfe von arabischsprechenden Christen angewiesen waren. Die Kontakte zwischen Ost und West stellten die orientalischen Christen aber auch vor neue Herausforderungen: Katholische und evangelische Missionare traten nun als Konkurrenten auf und schufen somit eine Entfremdung, die bis heute andauert.

Ausblick
Anschliessend kamen wir auf die Gegenwart zurück und fragten in einem vierten Vortrag (16. Februar) danach, welchen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen die heutigen christlichen Gemeinden in den verschiedenen islamischen Ländern ausgesetzt sind. Dabei zeigt sich, dass der immer globaler werdende Fundamentalismus in vielen Ländern zum Prüfstein für das Modell einer pluralistischen Gesellschaft geworden ist.

Literatur:
Martin Tamcke, Christen in der islamischen Welt. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 2008.


Gemeinsames Lesen – aus «Gemeinsames Leben»

Aus Dietrich Bonhoeffers Buch «Gemeinsames Leben» lasen wir gemeinsam ausgewählte Texte. Wir wollten uns inspirieren lassen, wie kleine oder grössere christliche Gemeinschaften funktionieren können; gleichzeitig hinterfragten wir auch Bonhoeffers Vorstellungen. Pfrn. Caroline Schröder-Field und Sr. Esther Herren haben uns je an einem Abend begleitet.

Literatur:
Dietrich Bonhoeffer, Gemeinsames Leben
Chr. Kaiser Verlag, München 1939, ISBN 3-579-01875-2; TB, ISBN 3-579-00452-2.

Mittwoch, 2. November, Donnerstag, 10., 17., 24. November und 1. Dezember 2016
19.30 – 21.00 Uhr
Hofstube, Bischofshof
Rittergasse 1

Auskunft: 
Urs Schneider, Tel: 061 311 16 89 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Familienformen im Wandel

Herausforderung für Recht & Ethik 
Partnerschaftsbeziehungen und Familienformen sind einem steten Wandel unterworfen. Seit Jahren geht einerseits die Heiratsfreudigkeit zurück und steigen andererseits die Scheidungsraten. Dies führt zu einem veränderten Familienbild, das durch eine Zunahme von nichtehelichen Partnerschaften mit Kindern, von Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil sowie durch eine Zunahme von Patchworkfamilien geprägt ist. Herausgefordert sind nicht nur die betroffenen Eltern, Stiefeltern und Kinder, sondern auch das Recht und die Ethik. Wie stellt sich das Recht auf diese Veränderungen ein? Wie werden diese Entwicklungen aus der Sicht der evangelischen Ethik beurteilt? Diese und weitere damit zusammenhängende Fragen werden an diesem Vortragsabend besprochen und diskutiert.

Donnerstag, 17. November 2016
18.30 Uhr
Forum für Zeitfragen
Leonhardskirchplatz 11, Basel

Download Vortrag


Der Koran als B(r)uch der Spätantike

Vier Koran-Abende

Januar/Februar 2016, jeweils donnerstags, 08.01., 15.01., 29.01. und 05.02.2016


Der Koran als B(r)uch der Spätantike

 
Pfrn. Caroline Schöder Field und Jonathan Stutz, Assistent für Kirchengeschichte
 
Download des Vortrags des ersten Abends
Download des Handouts des ersten Abends
Jonathan Stutz, Assistent für Kirchengeschichte
 
Download des Vortrags des zweiten Abends
Download des Handouts des zweiten Abends
Jonathan Stutz, Assistent für Kirchengeschichte
 
Download des Vortrags des dritten Abends
Download des Handouts des dritten Abends
Jonathan Stutz, Assistent für Kirchengeschichte
 
Download des Vortrags des vierten Abends
Pfrn. Caroline Schröder Field
 
Kontakt: 
Pfrn. Caroline Schröder Field
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